Technik

Aktuelle Ausrüstung *Neu*

Pano-Maxx
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  • Nikon D50
  • Nikon Objektiv 18-45mm
  • Mantona Scout Stativ
  • Pano-Maxx Panoramakopf

Seit November haben wir unsere Ausrüstung durch einen Pano-Maxx bereichert. Der Pano-Maxx ist ein vollsphärischer Panoramakopf mit Nodalpunkt-Fixierung. Hierdurch bekommen wir eine weitaus bessere Bildqualität und benötigen wesentlich weniger Zeit für das Shooting. Durch die Fixierung auf Hochformat ergibt sich jetzt eine Gesamtbildzahl von 96 Bildern pro Panorama.


Wie funktioniert Panoramafotografie?


Nodalpunkt
Nodalpunkt: Bild anklicken zum Vergrößern


Kugelpano Equirectangular
Kugelpanorama und Rektangularprojektion




HDRI
Aus einer Belichtungsreihe wird ein HDR-Bild erzeugt.
Durch HDRI sind gleichermaßen Details in hellen und
dunklen Bildregionen erkennbar.

1. Grundbegriffe

1.1 Nodalpunkt

Der Nodalpunkt oder Knotenpunkt ist hier das optische Zentrum im Objektiv der Kamera. Die Kamera muss um dieses Zentrum gedreht werden, damit keine Parallaxenfehler entstehen. Ein Parallaxenfehler ist ein Beobachtungsfehler, der entsteht, wenn man zwei hintereinander liegende Gegenstände betrachtet und dabei den Ausgangspunkt ändert, so dass sich eine scheinbare Verschiebung der Gegenstände ergibt.

Es ist also wichtig zu wissen, wo der Nodalpunkt der Optik liegt, um gute Einzelaufnahmen erstellen zu können, die später dann wenige Fehler beim Zusammensetzen (Stitchen) geben. Um den Nodalpunkt zu finden, haben wir grobe Markierungen an unserer Schiene angebracht. Für die Feinabstimmungen überprüfen wir für jede Neigungseinstellung, ob es eine Verschiebung von Vorder- und Hintergrundinformationen gibt. Wenn ja, muss die Kamera auf der Schiene etwas weiter nach vorne oder hinten.

1.2 Kugel Panorama

Ein Kugel Panorama verfügt über einen Sichtbereich von 360 Grad horizontal und 180 Grad vertikal. Somit kann man alle Blickwinkel, von einem Standpunkt aus wiedergeben. Als Betrachter steht man hier in der Mitte der Kugel und kann sich in alle Richtungen umschauen. Unser Panorama wird als Rektangularprojektion erstellt (engl.: Equirectangular projection). Mit Hilfe eines Programms wird dieses Bild entzerrt und auf die Innenwand einer Kugel projiziert. Diese Ansicht wird dann als Flash exportiert und kann hier auf unserer Website eingebaut werden.

1.3 HDR(I) Panorama

HDRI steht für High Dynamic Range Image oder Hochkontrastbild. Ein HDR Bild kann die in der Natur vorkommenden, großen Helligkeitsunterschiede detailgetreu speichern. Herkömmliche digitale Bilder, die dazu nicht in der Lage sind, werden hingegen als Low Dynamic Range Images oder LDR-Bilder bezeichnet.

Diese Technik in Panoramen einzusetzen ist für uns sehr praktisch, denn hier gibt es sehr dunkle, sowie auch sehr helle Bereiche (z.B. Himmel). Durch diese Technik bekommen wir den Himmel nicht als überbelichtete Fläche zu sehen, sondern auch mit Wolken und Strukturen. Dazu werden aber auch dunkle Bereiche noch detailgenau dargestellt.
Um ein HDRI zu erstellen, nehmen wir die Einzelbilder in verschiedenen Belichtungsstufen auf. Diese Bilder werden dann später zu einem HDRI zusammengefügt.

Pano Einzelbilder
Die Einzelbilder werden später zu
einem Panorama zusammengesetzt.

2. Die Fotografie des Panoramas

Hier wollen wir erklären, wie wir unsere Panoramen mit der aktuellen Ausrüstung erstellen.

Wenn wir einen Ort gefunden haben, der sich für ein Panorama eignet, richten wir zuerst unser Equipment ein. Dann kann es mit dem Fotografieren losgehen. Wir fangen mit einem Bild vom Himmel an und arbeiten uns reihenweise nach unten. Für eine 360° Ansicht benötigen wir 10 Einzelbilder pro Höheneinstellung (bei Hochformat und 26mm). Da wir ein HDR-Panorama schießen wollen, müssen wir jedes der Bilder in verschiedenen Belichtungen einfangen. Wir wählen für gewöhnlich 3 verschiedene Belichtungszeiten, die möglichst alle Details gut abbilden.
Wenn eine Reihe fertig ist, setzen wir weiter unten an und erarbeiten uns mit letztendlich
3 Höheneinstellungen + Himmel ein 360°x180° HDR-Panorama. Zum Schluss schießen wir noch ein paar Bilder vom Boden, um unser Stativ später aus den Bildern entfernen zu können.

Somit: 10 Einzelbilder x 3 Belichtungen x 3 Höheneinstellungen + 1 Himmel x 3 Belichtungen + 1 Bodenbild x 3 Belichtungen = 96 Bilder

Sind die Bilder im Kasten dann ist die Arbeit aber noch lange nicht vorbei. Mit einer Software setzen wir dann unsere 96 Einzelbilder zu HDRIs,
und schließlich zu einem 360°x180° Panorama zusammen. Sollten Fehler entstanden sein, werden diese dann noch retuschiert , um das Panorama perfekt zu machen. Daraufhin können wir aus dem fertig erstellten Panorama ein Flash erstellen.